Autor Thema: Midi Sound am Computer verbessern - wie?  (Gelesen 708 mal)

Manuela

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Midi Sound am Computer verbessern - wie?
« am: Freitag, 5. Oktober 2018, 13:57 »
Hallo an alle,

wie kann ich den Midi-Sound verbessern?

Ich komponiere ab und zu kleine Stückchen für unser Akkordeonorchester und würde gerne am PC anhören, wie es ungefähr klingt. Leider klingen die eingebauten Sounds in Windows ziemlich bescheiden, daher habe ich ein bisschen recherchiert und bin auf VirtualMIDISynth gekommen. Ich habe das Programm installiert und einen Soundfont dazu herunter geladen, aber nun weiß ich leider nicht mehr weiter.

Windows 10 hat den MidiMapper ausgebaut, man müsste das Abspielprogramm so konfigurieren, dass die Ausgabe an ein VirtualMIDISynth-Gerät gesendet hat. Der Window-Mediaplayer hat jedoch keine derartige Option, zumindest habe ich keine gefunden.

Weiß jemand, wo es eine Anleitung gibt, wie man VirtualMIDISynth in Windows verwendet? Oder gibt es eine andere Lösung für mein Problem?
« Letzte Änderung: Freitag, 5. Oktober 2018, 14:20 von Manuela »
Danke für eure Hilfe
viele Grüße
-- Manuela

Arnold

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Antw:Midi Sound am Computer verbessern - wie?
« Antwort #1 am: Montag, 8. Oktober 2018, 14:26 »
Nun ja, Manuela,

ich benutze schon aus den Zeiten, als ich unter Win NT 4.0 auf einem Pentium MMX mit 233 MHz arbeitete, einen Software-Synthesizer um die Midi-Datei (ohne Echtzeit-Anforderung) in eine WAV-Datei zu konvertieren, um diese WAV-Datei danach anzuhören. Und diese Methode nutze ich auch noch heute.
Mittlerweile habe ich es auch geschafft, diese Version von TIMIDITY (verwende ich zusammen mit den EAW-Pats) an meine Bedürfnisse anzupassen (steht irgendwo im Archiv des alten Forums) - eine 4-Port-Version von TIMIDITY, welche arbeitet wie vier sychron geschaltete MIDI-Abspielgeräte, und für die LILYPOND-Wiedergabe nach 15 MIDI-Tonspuren immer auf den nächsten Port schaltet, damit ich notfalls 60 Staffperformer (ergo auch mit 60 verschiedenen Instrumenten) beschäftigen kann.

Mit anderen Software-Lösungen habe ich keinerlei Erfahrung.
Wenn Du aber den VirtualMIDISynth auch zur Konvertierung ins WAV-Format mittels Kommandozeile (BAT-Datei) nutzten kannst, dann kannst Du sicher danach das Abspielen der WAV-Datei auf dem Windows-Rechner starten.

Arnold

Manuela

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Antw:Midi Sound am Computer verbessern - wie?
« Antwort #2 am: Dienstag, 9. Oktober 2018, 05:18 »
Danke für deine Antwort, Arnold.

Inzwischen habe ich es geschafft, mit VirtualMIDISynth WAV-Dateien zu erzeugen, für meine Zwecke wird es reichen, denke ich,
Danke für eure Hilfe
viele Grüße
-- Manuela

Swetom2011

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Antw:Midi Sound am Computer verbessern - wie?
« Antwort #3 am: Dienstag, 16. April 2019, 19:04 »
Hallo Manuela, wie hast du es geschafft?

Windows 10 hat ja kein Midi mapper mehr.  Habe versucht der Midi mapper Coolsoft zu installieren aber das hat nicht funktioniert weil mein Virenscanner hat's nicht erlaubt (McAfee).

Manuela

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Antw:Midi Sound am Computer verbessern - wie?
« Antwort #4 am: Freitag, 19. April 2019, 17:53 »
Hallo Manuela, wie hast du es geschafft?

Hmmm, das ist eine gute Frage. Das ist schon eine Weile her, und in der Zwischenzeit bin ich auf Linux umgestiegen. Ich werde mal nachsehen, ob ich noch etwas finde.
Danke für eure Hilfe
viele Grüße
-- Manuela

erich

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Antw:Midi Sound am Computer verbessern - wie?
« Antwort #5 am: Dienstag, 23. April 2019, 07:46 »
Hallo Manuela,

Unter Linux verwende ich die Anweisung

timidity -Ow -o - quelle.midi | lame - ziel.mp3

und habe dann eine MP3-Datei; zumAanhören genügt mir das. Vielleicht gibt es das auch unter Windows

Gruß Erich

Arnold

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Antw:Midi Sound am Computer verbessern - wie?
« Antwort #6 am: Dienstag, 23. April 2019, 09:27 »
Hallo Erich und Manuela,

wie eigentlich schon in der ersten Antwort geschrieben, gibt es TIMIDITY auch für Windows, ebenso LAME (aber ich weiß nicht mehr, mit welchem Programmpaket ich das installiert bekam).
Und wie schon geschrieben, meine Spezialität ist ein leicht an LILYPOND angepaßtes TIMIDIY - für 60 Melodiestimmen (falls ich einmal eine wirklich große Partitur habe): quasi vier Software-Synthesizer (Ports) parallel geschaltet, die Midi-Tracks 1-15 sind auf den ersten Port voreingestellt, die Midi-Tracks 16-30 auf den zweiten Port, u.s.w.
Außerdem kann ich die Interpretation das Pitch-Bend-Kommandos umschalten, daß es nur als Vorwahl für den nächsten beginnenden Ton gilt - ermöglicht mir Mikrotonaliät (mikrotonale Akkorde) in einem einzigen Midi-Kanal (solange die Tonabstände nicht so gering sind, daß sie dem gleichen Halbton als Träger zugeordnet werden - ergo Einschränkungen analog zu einem »gebundenen Clavichord«).

Arnold