Autor Thema: SKalierbare bzw. responsive Notenprogramme für Tablet (insb. Klavier)  (Gelesen 774 mal)

alegria

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Hallo,
ich spiele Klaiver und beschäftige mich zunehmend auch mit der digitalen Notation. Was ich bisher auf iPad ausprobiert habe ist die Henle library, tido music und musescore. Alle haben interessante Vor- und Nachteile. Was mich jedoch am meisten stört, ist die nicht richtige skalierung bei den kommerziellen Anbietern. Mir sind die Noten einfach zu klein. Bei Instrumenten mit einer Stimme mag das alles noch gehen, für Klavier m.E. unbrauchbar. Musescore ist da m.E. richtig gut, jedoch gibt es da ja keine "offiziellen" bzw. "kommerziellen" Noten. Also keinen "ordentlichen" Bach, Beethoven etc.

Wie ist Eure Erfahrung mit Notenprogrammen am Tablet speziell für Klavier, welche sind gut und empfehlenswert? Gibt es Ideen bzw. Bestrebungen lilypond auch in Richtung dynamischer Darstellung anzupassen (also weg vom einmal gerenderten bzw. kompilierten pdf/png/svg)? Sind Euch brauchbare Converter bekannt um bspw. bestehenden lilypond code ohne allzu viel Nacharbeit nach z.B. Musescore zu konvertieren?

Danke und Gruß,
Markus

Hilflos-im-Code

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Antw:SKalierbare bzw. responsive Notenprogramme für Tablet (insb. Klavier)
« Antwort #1 am: Montag, 18. Dezember 2017, 11:56 »
Du hast ein Problem. Buchstaben drucken ist nicht gleich Noten drucken. Das bedeutet responsives Design ist bei Text leichter als bei Noten.

Es besteht die Frage nach Blätterstellen und Zeilenumbrüchen. Bei Text ist es egal, wann Du blättern musst, mit was für einem Wort, die Zeile aufhört. Bei Noten nicht so ganz. So bald Du mit den Händen blättern musst, sei es elektronisch oder real, wird es problematisch, wenn Blätterstellen wichtig sind.

Sobald in der Quelle ein Seiten/Zeilenumbruch fest definiert worden ist, ist responsiv nicht mehr möglich. Entweder zeiht es dir das Notenbild ziemlich auseinander oder es wird dir zusammengedrückt.

Langer Rede kurzer Sinn, es ist weniger die Frage, ob das Notensatzprogramm responsiv reagieren kann. Das kann eigentlich jedes. Sondern ob das Material so eingegeben ist, sodass es responsiv reagieren kann. Oder Du arbeitest nach. Dann stellt sich die Frage Aufwand/Nutzen.

Der simplere Weg wäre vermutlich ein Ausgabemedium zu finden, dessen Display A4 entspricht.

Ich bin vor kurzem auf dieses Grafikdisplay http://amzn.to/2AQxJDp gestoßen. So etwas in der Art könnte vielleicht eher weiterhelfen.

Edit: Nach Lilypond sein Material zu importieren ist kein großes Problem. Die Exportmöglichkeiten sind rudimentär. Persönlich finde ich, wenn man die Exportmöglichkeiten betrachtet, dann begibt man sich bei Lilypond in eine Art Gefängnis.
« Letzte Änderung: Samstag, 30. Dezember 2017, 09:51 von Hilflos-im-Code »

ingmar

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re: Skalierbare bzw. responsive Notenprogramme für Tablet (insb. Klavier)
« Antwort #2 am: Mittwoch, 16. Mai 2018, 18:44 »
Ehrlich gesagt, ich verstehe nicht, warum immer alles nach Tablets und Internet schreit. Die Technik ist nun da, ist neu und sieht schick aus - also muss sie unter allen Umständen unbedingt genutzt werden, ob es Sinn macht oder nicht! Aber bei den meisten Instrumenten machen sich Musiker Notizen - Fingersätze, Atemzeichen undsoweiter. Und zwar nicht nur einmal, sondern sie ändern sie auch im Laufe des Übe- und Probenprozesses. Schon das stößt bei Tablets auf Riesenschwierigkeiten.

Wozu das Ganze dann, frage ich mich, wenn ich statt einen dreistelligen Eurobetrag für ein Gerät auszugeben (das in der Aufregung des Konzerts wahrscheinlich herunterfällt und kaputtgeht, oder bei dem auf einmal der Akku leer ist und das Licht ausgeht), ich genauso gut die Noten für wenige Cent ausdrucken kann und mit Sicherheit kein derartiges Problem kriege. Von der Umwelt will ich mal gar nicht reden.

Nein, versucht nicht, es mir zu erklären, ich werde es nicht verstehen.

--ingmar