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#1
Fragen und Probleme aller Art / Antw:Blues Shuffle
Letzter Beitrag von Michael - Heute um 17:38
Danke für die Antwort:

Ich habe hier einen achttaktigen R'n'R und ich möchte den als Blues mit Shuffle darstellen.

https://de.wikibooks.org/wiki/Gitarre:_Aufgaben_zu_Powerchords_bei_R%27n%27R#8-taktiges_Blues-Schema_in_E

Du kannst da einfach auf "bearbeiten" gehen, um den Code, den ich habe zu sehen.
Um den hier hin zu posten ist der einfach zu lang.

Den R'n'R-Rhythmus will ich als Shuffle darstellen, und er soll als Shuffle erklingen.

Dabei ist mir erstmal egal, wie die Noten aussehen. Zur Not setze ich das Midi-Block getrennt im 12/8-Tackt aus, wenn es keine elegantere Möglichkeit gibt. Ich bräuchte nur mal ein funktionierendes Beispiel.

Bei einem konkreten Beispielen wüsste ich auch, wohin ich das Shnipset hinsetzen muss.

Gruß Michael
#2
Hallo,

habt herzlichen Dank für die schnellen Antworten und auch für die sehr ausführlichen Hinweise. Ich werde dann mal sehen, dass ich es damit hinbekomme und weiter lesen...  :)

Viele Grüße
Martin
#3
Fragen und Probleme aller Art / Antw:Blues Shuffle
Letzter Beitrag von Malte - Heute um 16:15
Ich bin mir nicht ganz sicher, was du meinst, aber vielleicht geht es um eine Gleichung wie das hier? Da steht im Titel, dass das Snippet seit Version 2.23 veraltet/unnötig ist. Das scheint an der neuen \rhythm-Funktion zu liegen, die hier vorgestellt wurde. Ich habe in letzter Zeit kaum mit LilyPond gearbeitet, in Version 2.22 anstatt des Snippets lieber den Font Metrico verwendet.
#4
Gitarre/Laute / Antw:Perkussiver Anschlag
Letzter Beitrag von Michael - Heute um 16:09
Bild
#5
Gitarre/Laute / Perkussiver Anschlag
Letzter Beitrag von Michael - Heute um 14:51
Wie kann man Dampfgungstechniken für Gitarre erzeugen (Layout und Midi).

Gibt es irgendwo eine Beispieldatei (Template) wo ich mir den Syntax anschauen kann?

Gruß Michael

#6
Fragen und Probleme aller Art / Blues Shuffle
Letzter Beitrag von Michael - Heute um 14:44
Wie notiere ich am besten einen Shuffle?

Gibt es dafür ein Template oder einen Link zu einem Blues, wo ich mit den Syntax anschauen kann?

Gruß Michael
#7
Hallo,

noch ein paar Worte zu
\new Score
vs
\score

score (klein geschrieben) ist der Name einer Funktion, die eine Teil-Partitur aus einem musikalischen Ausdruck, einem eventuell vorhandenen score-header und einer eventuell vorhandenen output-Definition, layout (der default) und/oder midi, erstellt.
Ich schrieb Teil-Partitur, denn ein file kann mehrere \score-Blöcke enthalten, sowie einen book-header, page-header/footer, sonstigen Text (als stand-alone markup), die dann eine vollständige Partitur ergeben.

Score (groß geschrieben) ist eine context-Definition, d.h. es werden diverse engraver und context-properties als default verwendet bzw gesetzt. Ganz allgemein gesprochen können einzelne default context-Definitionen mittels \with verändert werden, für den Score-context ist das aber idR nicht sinnvoll.
\new Score wendet diese Setzungen dann auf den musikalischen Inhalt an.
Ein header oder layout kann nicht Teil eines context sein.
Auch ist das Ergebnis von \new Score { ... } erstmal keine Teil-Partitur. Vielmehr umschließt LilyPond das ganze automatisch noch mittels \score ..., falls der user es nicht bereits getan hat.
In der Praxis ist es außer in Sonderfällen völlig unnötig \new Score ... zu verwenden.
Sinnvoll ist die Verwendung von Score nur dann, wenn man die default-Setzungen von Score anpassen möchte, z.B.
\set Score.<context-definition> = <value>
\context Score \applyContext ...
\layout {
  \context {
    \Score
    ...
  }
}
wobei diese Befehle/Setzungen jeweils ihre eigenen Anwendungsbedingungen mit sich bringen.


Also, verwende \score { ... }, wie Rudi schon schrieb.
Setzungen die grobs verändern, wie
  \omit TimeSignature
  \omit Stem
können in der Musik (mit richtig addressiertem context), in \with oder im \layout gesetzt werden.
Für context-properties, wie
  timing = ##f
  barAlways = ##t
  defaultBarType = ""
gilt das gleiche.
Wobei es barAlways in 2.24.3 nicht mehr gibt, verwende stattdessen forbidBreakBetweenBarLines.
Das gleiche gilt für defaultBarType. Heißt jetzt measureBarType.
Ist Dein file zuerst mit einer älteren Version geschrieben? Dann nutze convert-ly.
Oder verwendest Du eine Dokumentation, die nicht zu 2.24.3 passt?

Dein Beispiel könnte also so aussehen:
\version "2.24.3"

\score {
  \relative {
    \key f \major
    g'4 g g f g a a c\bar "||"
  }
  \layout {
    \context {
      \Score
      timing = ##f
      forbidBreakBetweenBarLines = ##f
      measureBarType = ""
    }
    \context {
      \Staff
      \omit TimeSignature
    }
    \context {
      \Voice
      \omit Stem
    }
  }
}
Du hast jetzt eine Teil-Partitur (meistens sprechen wir hier von einem score im LilyPond-Sinn) mit angewendeten Veränderungen von grob- und context-properties (noch ohne header).
Wie aus dem was ich oben schrieb vielleicht ersichtlich wird so können diese grob- und context-properties auch mit anderen Mitteln erreicht werden, wie man am vorteilhaftesten vorgeht hängt von der konkreten Situation ab, ist zu einem kleinen Teil aber auch Geschmackssache.
Z.B., falls Du dieselben grob- und context-properties in allen \score eines files haben willst, so platziere das layout nicht in \score sondern toplevel:
\version ...
\layout { ... }
\score { ... }
\score { ... }
...
Kombinationen sind dabei möglich.

Zum \header
LilyPond hat default-Setzungen für book- bzw score-header.
Beide werden mittels \header { ... } initialisiert, wobei der book-header toplevel zu platzieren ist der score-header in \score { ... } gehört.
Per default werden so einige Setzungen für den score andere fürs ganze verwendet, siehe Doku.
Hier ein Beispiel:
\version "2.24.3"

\header {
  title = "Meine Meisterwerke"
  composer = "Composer: MiniMe"
}

\layout {
  \context {
    \Score
    timing = ##f
    forbidBreakBetweenBarLines = ##f
    measureBarType = ""
  }
  \context {
    \Staff
    \omit TimeSignature
  }
  \context {
    \Voice
    \omit Stem
  }
}

\score {
  \relative { \key f \major g'4 g g g \break g g g g \bar "||" }
  \header { piece = "Mein erstes Meisterwerk" opus = "opus 1" }
}

\score {
  \relative { \key f \major a'4 a a a \break a a a a \bar "||" }
  \header { piece = "Mein zweites Meisterwerk" opus = "opus 2" }
}

Erfahrungsgemäss gibt es immer wieder Probleme mit der Aufteilung von book- und score-header.
Frag erneut falls Du mit Doku dazu nicht weiter kommst.
Ich selber verwende für größere Projekte z.B. nie den default sondern definiere eigene book- bzw score-header.


Natürlich gibt es noch viel mehr zu sagen.

Aber für den Moment solls reichen...

HTH,
  Harm
#8
Spontane Idee: Kann es sein, dass du beim Dynamics-Kontext die << >> vergessen hast? Also etwa so:
\new Dynamics \left \rightstatt so:
\new Dynamics << \left \right >>Die Klammern fassen zwei Musikausdrücke als gleichzeitig zusammen. Wann du sie weglässt wie oben, dann entspricht das vom Effekt her dem Folgenden, weil \right nicht mehr als Bestandteil des Dynamics-Kontext gesehen wird, sondern ,,außerhalb" steht und implizit ein Staff-Kontext erzeugt wird:
\new Dynamics \left
\new Staff \right
#9
Hallo,
und willkommen im Forum!

dein Konstrukt \new Score ... scheint die Lage zu verkomplizieren...

Üblicher ist einfach \score zu nehmen, dann kann man auch jedem Score einen Header zuweisen:

\version "2.25.17"

\score {
  \new Staff \with {

    \omit TimeSignature
    \omit Stem
  }

  \relative {
    \key f \major
    \omit Score.BarLine
    g'4 g g
    f g a a
    \undo \omit Score.BarLine
    c
    \bar "||"
  }
  \header {
    piece = "g"
  }
}


Gruß,
Rudi
#10
Zitat von: Malte am Mittwoch, 12. Juni 2024, 07:53Das einfachste wird sein, dafür einen Dynamics-Kontext unter dem unteren System dafür anzulegen und die Pedalzeichen aus den Staff-Kontexten zu entfernen
Hallo Malte, vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider hatte ich die Benachrichtigungsoptionen nicht korrekt konfiguriert, daher ist mir Deine Nachricht erst jetzt aufgefallen.

Die Lösung mit dem Dynamics-Kontext funktioniert im Minimalbeispiel wunderbar, erzeugt im richtigen Stück aber jede Note der rechten Hand doppelt.

Hast Du spontan eine Idee oder soll ich versuchen, das im Minimalbeispiel zu reproduzieren?